Deutsche Stiftung Denkmalschutz hilft dem Gotteshaus in Kleinfurra-Hain

Eine Perle des 13. Jahrhunderts

Montag
26.10.2020, 15:48 Uhr
Autor:
red
veröffentlicht unter:
Dank ihres Dorfkirchenfonds kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) auch in diesem Jahr dem kleinen Gotteshaus in Kleinfurra-Hain mit 20.000 Euro bei der Instandsetzung des Innenraums helfen. Die Kirche von Kleinfurra ist eines der 490 Denkmale, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen fördern konnte...

Kirche in Kleinfurra (Foto: DSD) Kirche in Kleinfurra (Foto: DSD)


Das kleine Gotteshaus, eine der ältesten Dorfkirchen im Landkreis Nordhausen, liegt erhöht über dem Ort, umgeben von einer Wiese. Bei der Kirche handelt es sich um eine unverputzte, in Bruchstein errichtete romanische Saalkirche. Das Kirchenschiff ergänzt ein mächtiger Chorturm und eine an den Turm angebaute kleine halbrunde Apsis. Als Bauzeit wird das frühe 13. Jahrhundert angenommen. 1568 erhielt der Turm einen Fachwerkaufsatz. Umbauten im 16. und 17. Jahrhundert verhinderten nicht, dass große Teile der originalen romanischen Bausubstanz bis heute erhalten blieben. Die Kirche gehört zu den ältesten und am wenigsten veränderten dörflichen Sakralbauten der Region. Im Inneren finden sich Taufstein, Gestühl, Kanzel, Orgel und eine zum Teil zweigeschossige Empore.


Die Schäden beziehen sich auf das Mauerwerk und dessen Oberflächen, verursacht durch jahrelang eindringende Feuchtigkeit, ausgelaugte Fugen, Putzabplatzungen und Risse. Auch am Boden hat die Feuchtigkeit Schäden verursacht und die hölzernen Ausstattungsstücke in Mitleidenschaft gezogen.

Der Fördervertrag bezieht sich auf die Instandsetzung des Innenraums, einschließlich der Sanierung von Mauerwerk und Gewölbe, Risssanierung, Fugensanierung, einem neuen Oberputz und Anstrich sowie der restauratorischen Instandsetzung der barocken Tonnenverschalung und der Überarbeitung von Fenstern und Türen.

Da die bisherigen, von der DSD 2009, 2011 und 2015 mit insgesamt 33.000 Euro ebenfalls unterstützten Arbeiten in enger Abstimmung von Architekturbüro und Kreiskirchenamt vorbildlich ausgeführt wurden, sind auch bei den nun anstehenden Maßnahmen gute Ergebnisse zu erwarten.